Weihnachtsfeier und andere Betriebsveranstaltungen: Vermeiden Sie unnötige Steuer- und Sozialversicherungszahlungen

Am Ende des Jahres steht in vielen Unternehmen die Weihnachtsfeier vor der Tür. Aus diesem Grund informieren wir Sie zu den wichtigsten Aspekten, die es bei der Beurteilung von sog. Betriebsveranstaltung zu beachten gibt:

Bis zu zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr können für Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei ausgerichtet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Veranstaltung allen Arbeitnehmern (bzw. allen Abteilungen) offensteht. Dies gilt, soweit die Kosten inklusive Umsatzsteuer den Betrag von 110 € je Betriebsveranstaltung und teilnehmendem Arbeitnehmer nicht übersteigen.

Soweit die Kosten einer Veranstaltung den Freibetrag übersteigen, sind die insoweit anfallenden zusätzlichen Kosten steuerpflichtig. Nimmt ein Arbeitnehmer an mehr als zwei Veranstaltungen pro Jahr teil, sind die gesamten Kosten jeder weiteren Veranstaltung steuerpflichtig. Der Arbeitgeber kann diesen Arbeitslohn pauschal mit 25 % versteuern.

Hinweis zur Sozialversicherung:

Die Pauschalversteuerung führt zur Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung. Voraussetzung ist jedoch, dass die Pauschalversteuerung bis spätestens Ende Februar des der Veranstaltung folgenden Jahres durchgeführt worden ist. Zu einem späteren Zeitpunkt bleibt zwar eine Lohnsteuer-Pauschalierung möglich, es müssen aber zusätzlich Sozial­versicherungs­beiträge abgeführt werden.

Um eine rechtzeitige Pauschalversteuerung durchführen zu können, sollten Arbeitgeber bis zum Jahresende eine Übersicht über alle im Laufe des Jahres durchgeführten Betriebsveranstaltungen (Sommerfest, Weihnachts­feier usw.), die jeweiligen Teilnehmer und die angefallenen Aufwendungen erstellen und der Lohnbuchhaltung übermitteln. Sinnvollerweise werden diese Informationen bereits zeitnah zur Durchführung der jeweiligen Veranstaltung zusammengestellt und dokumentiert.

Hinweis zum Vorsteuerabzug:

Für die Beurteilung des Vorsteuerabzuges ist weiterhin die bisherige Freigrenze maßgebend. Sollten die Kosten einer Betriebsveranstaltung 110 € je teilnehmenden Arbeitnehmer überschreiten, entfällt der Vorsteuerabzug für die Gesamtaufwendungen.