Gesetzesentwurf zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz

Die Bundesregierung hat am 21.09.2016 den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz), der vom Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegt wurde, beschlossen.

Danach müssen große kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie große Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern (Jahresdurchschnitt) in einem besonderen Abschnitt des Lageberichts künftig verstärkt auch nichtfinanzielle Themen darstellen, insbesondere Angaben über Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Korruptionsbekämpfung sowie Angaben zu Konzepten, die diese Inhalte zum Ziel haben.Auch besteht für große kapitalmarktorientierte Unternehmen die Verpflichtung, in ihrer Erklärung zur Unternehmensführung präzisere Angaben zur Diversitätspolitik bzw. zu den Diversitätskonzepten für Leitungsorgane der Unternehmen vorzunehmen.

Des Weiteren beinhaltet der Gesetzesentwurf Ergänzungen hinsichtlich der im Handelsbilanzrecht bereits bestehenden Straf- und Bußgeldvorschriften auf Verstöße gegen die neuen Berichtspflichten sowie eine deutliche Anhebung der bisherigen maximalen Bußgeldrahmen.

Die Neuregelungen sollen erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, anzuwenden sein.

Mehr dazu auf der Website des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

http://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz.html