CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz beschlossen

Der  Deutsche Bundestag hat am 10.03.2017 das Umsetzungsgesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) beschlossen.

Danach müssen große kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie große Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern (Jahresdurchschnitt) in einem besonderen Abschnitt des Lageberichts über nichtfinanzielle Themen berichten mit Angaben über Arbeitnehmer-, Sozial- und Umweltbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Korruptionsbekämpfung sowie Angaben zu Konzepten, die diese Inhalte zum Ziel haben. Die nichtfinanzielle Erklärung muss als Teil des Lageberichts einer formalen Prüfung unterzogen werden, eine inhaltliche externe Überprüfung ist nicht verpflichtend, jedoch durch Beauftragung des Aufsichtsrats möglich. In diesem Fall muss das Ergebnis der Prüfung offengelegt werden.

Des Weiteren besteht für Unternehmen die Verpflichtung, ihre Erklärung zur Unternehmensführung um eine Beschreibung des Diversitätskonzepts im Hinblick auf die Zusammensetzung der Leitungsorgane des Unternehmens zu ergänzen.

Auch wurden die im Handelsbilanzrecht bereits bestehenden Straf- und Bußgeldvorschriften auf Verstöße gegen die neuen Berichtspflichten erweitert und die bisherigen maximalen Bußgeldrahmen deutlich angehoben.

Die Neuregelungen sind grundsätzlich erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2016 beginnen. Eine abweichende Veröffentlichung der Beurteilung des Prüfungsergebnisses unter der Voraussetzung, dass eine externe inhaltliche Überprüfung beauftragt wurde, ist erst für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2018 beginnen.

Mehr dazu auf der Website des Deutschen Bundestags

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw10-de-berichtspflichten-unternehmen-csr/493972