Bekanntmachung der Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 22, Nr. 23 und Nr. 24

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat gemäß § 342 Abs. 2 HGB im Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 23.02.2016 die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 22 'Konzerneigenkapital', Nr. 23 'Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss' und Nr. 24 'Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss' bekannt gegeben.
DRS 22 ersetzt den bisherigen Standard DRS 7 'Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis' und ist erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, anzuwenden. Eine frühere vollumfängliche Anwendung ist erlaubt und wird empfohlen.
DRS 23 ersetzt den bisherigen Standard DRS 4 'Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss'. Gemäß Art. 75 Absatz 1 und 4 EGHGB ist der Standard erstmals für die Erstkonsolidierung von Unternehmen für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, anzuwenden. DRS 23 ist unabhängig vom Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erstmals für alle Maßnahmen der Folge-, Ent- und Übergangskonsolidierung einbezogener Tochterunternehmen für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, anzuwenden. Eine rückwirkende Anwendung ist nicht zulässig. Eine frühere vollumfängliche Anwendung unter Beachtung sämtlicher Regelungen des Standards ist erlaubt und wird empfohlen.
DRS 24 ist erstmals für die Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen prospektiv für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, anzuwenden. Eine frühere vollumfängliche Anwendung ist erlaubt und wird empfohlen. Für Unternehmen besteht die Möglichkeit, für die bis zum Erstanwendungszeitpunkt erworbenen oder selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände die bisherige Bilanzierung beizubehalten oder diese an die Vorschriften des Standards anzupassen.

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